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Archive für 25.6.2009
Perlenpost aus Dehli, Indien
25.6.2009 von admin.
Eine Perlenfreundin war auf ihrer Indienreise für mich in Sachen Perlen und Perlenkunst unterwegs. Sie lieferte mir die folgenden Berichte aus Dehli:
9.11.2008 - Dehli - Crafts Museum
Im Führer stand das Crafts Museum, Bhairon Road, Pragati Maidan Gate No 2. Im Web www.nationalcraftsmuseum.nic.in war nicht viel darüber zu finden.
Durch ein unscheinbares Tor mit einem kleinen Schild ging es aus dem Straßenlärm in den ruhigen Hof. Der Eintritt war frei. In einem der Räume war Perlenschmuck. Die Ketten waren groß und teilweise mit kunstvollen Metallperlen verziert. Im nächsten Saal hingen Perlenarbeiten an den Wänden. Sie waren im kleinen, engen Netzstich gearbeitet: Wändbehänge aus kleinen Rocailles mit Rahmen aus edlen Seidenstoffen.
Auch kleine Decken, die die Köpfe der heiligen Kühe zu Festtagen bedeckten waren mit Perlen, kleinen Spiegeln und Metallplättchen verziert. Erstaunlich waren die etwa acht Meter langen und zehn Zentimeter breiten Bänder in Netztechnik mit den typischen grafischen Mustern. Wahrscheinlich fungierten sie als Türschmuck. Schließlich kam ein Bett mit einer Nackenrolle und einem runden Kissen in Sicht. Beim genauen Hinsehen bestanden sie aus Perlen.
Auf einer Tischplatte lag ein kreuzähnliches Gebilde mit quadratischen Feldern im Schachbrettmuster aus Perlen. Später im Nationalmuseum erschien das Motiv wieder, hier allerdings mit kleinen Spiegeln bestickt. Die Beschriftung gab Aufschluss: Es handelte sich um das Spiel mit Steinen “Chupar”, bekannt in der Provinz Rajasthan.
In der Textilabteilung lagen zarte Richelieu-Arbeiten. Wahrscheinlich mussten das Inderinnen für Engländerinnen sticken, denn zu Indien passt diese Art der Textilkunst nicht.
Dagegen wirkten die kunstvoll gewebten und aufwendig bestickten Tücher sehr beeindruckend und zeugten von dem hohen Standard der indischen Textilkunst früher und heute. Ein Muster fiel auf, dass Paisleymuster, wunderschön, amazing. Wer hatte es zuerst entwickelt, Schotten oder Inder?
Hinter Glas hingen Unmengen von wunderschönen aufgerollten Saris. Ein Fest für die Augen. Ein absolut lohnenswerter Besuch, wer etwas Zeit mitbringt.
Paisley ist ein abstraktes, dekoratives Stoffmuster, das Blättern mit spitzzulaufenden gebogenen Enden ähnelt. Der Name hat seinen Ursprung in der schottischen Stadt Paisley, dass im 19. Jahrundert ein Textilverarbeitungszentrum war. Ursprung des Musters war allerdings ein Pflanzenmotiv, das mit den Moguln der persischen Sassaniden nach Indien einwanderte. Englische Soldaten führten das Muster in England ein. Königin Victoria gefiel es, trug bestickte Tücher und machte es damit bekannt und begehrenswert. Das kostbare Original war sehr teuer, so dass findige, schottische Weber das Muster aus heimischer Wolle preisgünstiger auf Webstühlen herstellten. (nach Wikipedia)
Paisley Museum, High Street in Paisley, Abteilung Textiles
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Erstes Deutsches Perlenmagazin - Perlen, Poesie
25.6.2009 von admin.
Soeben bekam ich Post von Verena www.passion-for-beads.de.
Hallo Helga,
ich möchte nicht aufdringlich sein und auch keine kostenlose Werbung unterjubeln. Ich bin selbst eine verrückte Perlerin, arbeite aber auch freiberuflich als Redakteurin und im Vertrieb für das neue deutsche Perlenmagazin, Perlen, Poesie und wollte euch nur darüber informieren, falls ihr es noch nicht erfahren habt.
Kommt bald heraus, wird absolute Spitze!
Schöne Grüße
Verena
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